Donnerstag, 12. Januar 2017


Ich laufe durch die Straßen. Überall diese Massen an Menschen. Sie bewegen sich fort wie Roboter: die Blicke leer, gestresst, genervt oder unendlich traurig. Ich habe das Gefühl, sie nehmen gar nicht mehr richtig wahr, was um sie herum passiert. Sie sehen nur ihr Ziel, ihre Aufgaben, ihre Erledigungen, die sie zu tätigen haben. Aber was zwischen diesen ganzen Dingen passiert, das nehmen sie gar nicht mehr wahr. Sei es ein kleiner Vogel, der in der Pfütze neben ihnen planscht, der Wind, der ihnen durch die Haare pfeift, die tanzenden Blätter auf dem Boden, der Musiker auf der Straße, der Lieder von James Bay singt, der Hund, der an ihnen vorbei läuft und an ihnen schnuppern will, überhaupt die Mitmenschen, Geräusche, Gerüche, Energien, Emotionen, die Natur. Wieso wird sowas von den meisten Menschen ignoriert? Ich fühle mich komisch. Ich sehe, wie diese Welt sich dreht und dreht und überall ist diese Hektik und dann bin ich da, die alles und jeden wahrnimmt. Es tut mir weh. Es überfordert mich. Ich wünschte, ich könnte in diesem Moment die Welt kurz anhalten und die Mundwinkel der Menschen hochziehen und ihnen die Energie zufließen lassen, die sie brauchen. Es passieren so schlimme Dinge auf dieser Welt. Jetzt gerade. In diesem Moment. Ich habe das Gefühl, dass ich jedes Leid, was ich sehe oder wovon ich mitkriege, am eigenen Leibe spüre. Es fällt mir schwer, nicht in abgrundtiefen Hass und Hoffnungslosigkeit zu versinken. Die Menschen denken nicht. Es tut mir so unendlich Leid, was wir aus dieser Erde gemacht haben. Es könnte so viel schöner und besser sein. So viel Hass, Leid, Mord, Ungerechtigkeit, Marionetten. Es geht nur um Erfolg, Geld, Anerkennung und noch mehr Geld. EGOISMUS. Überall. Eine Zeit lang wusste ich tatsächlich nicht, wie ich damit umgehen soll. So langsam habe ich verstanden, dass es nichts bringt, Hass und Wut zu empfinden. Natürlich schlummern diese Emotionen in mir, welche auch des Öfteren wieder hervorkommen, aber meine Liebe, meine positive Energie und mein großer Wille, etwas auf dieser Welt zu verändern , ist so viel größer, dass es alles Negative überdeckt. Ich habe mich die letzten Jahre so unglaublich entwickelt und bin wahnsinnig froh darüber, nun sagen zu können, dass ich mich selber liebe. Ich habe viel dazu gelernt, meinen Horizont erweitern können und Erfahrungen gesammelt.

Ich möchte nun anfangen, diesem Blog Themen wie diesen zu widmen und meiner Kreativität durch Texte, Videos und Bildern freien Lauf zu lassen. Über einen Gedankenaustausch jeglicher Art freue ich mich sehr, sei es hier oder auf Instagram.



Um noch einmal ganz kurz auf die Thematik des Blogs zurück zu kommen: ich kann gar nicht in einem Satz beschreiben worum es hier letztendlich detailliert gehen wird, aber was ich jetzt schon mal sagen kann: Ich werde psychische Krankheiten oft thematisieren und erhoffe mir dadurch, Menschen, die davon betroffen sind, da draußen helfen zu können.


...Viele durcheinander geworfene Gedanken

Bis bald,

Helena

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